Notwasserwerk

Notwasserwerk – in Casum wird ein solches geplant, und zwar als Gemeinschaftsvorhaben von Borgholzhausen, Halle und Steinhagen. Nun sollen Probebohrungen durchgeführt werden. Wir haben in der Ratssitzung danach gefragt und erhielten eine nebulöse Antwort.

Verwaltung und Gemeindewerke blicken wohl eher auf Steinhagen

In der Steinhagener Verwaltung und bei den Gemeindewerken scheint in Bezug auf das Grundwasser eine mehr oder weniger auf Steinhagen beschränkte Sicht zu herrschen. Noch im Mai erläuterte Gemeindewerke-Chef Stefan Lütgemeier bei einem „Wasserspaziergang“, in Steinhagen seien die Grundwasser-Vorräte für die nächsten Jahre gesichert. Es bestehe kaum Grund für Sorge. Er zog in Zweifel, dass man auf den Altkreis bezogen, überhaupt von einer „Wasserproblematik“ sprechen könne.

„Es ist alles offen und nichts entschieden.“ Bürgermeisterin Sarah Süß

Auf die Frage an die Bürgermeisterin erhielten wir die Auskunft, es sei bereits im Aufsichtsrat darüber berichtet worden. „Diese Informationen unterliegen jedoch der Geheimhaltung“, sagte Sarah Süß. Stefan Lütgemeier versicherte, es handele sich derzeit doch nur um Probebohrungen, deren Ergebnis man erst einmal abwarten müsse.

Erst „bei Gelegenheit“ gibt es in Steinhagen direkte Infos zum Notwasserwerk

Die Bürgermeisterin betonte, es sei „noch nichts entschieden“, da es sich um wenig konkrete „allgemeine Planungen“ handele. Auf unsere Anregung, das Großvorhaben im Interesse der Steinhagener Öffentlichkeit in einem Fachausschuss vorzustellen, antwortete Süß: „Selbstverständlich werden wir das Projekt im weiteren Planungsfortschritt bei Gelegenheit in einem passenden Ausschuss vorstellen.“

Wer mehr über das Notwasserwerk wissen will, muss die Zeitungen lesen

Wir meinen: Das Vorhaben hat direkte Auswirkungen auf Steinhagen. Dass überhaupt über ein Altkreis-Notwasserwerk mit einem neuen Trinkwassererschließungsgebiet nachgedacht wird, zeigt: Es gibt eine Wasserproblematik, die uns alle etwas angeht. Und viele Details sind bereits im Haller Kreisblatt veröffentlicht worden. Dazu gehören Ergebnisse hydrogeologischer Untersuchungen und Aussagen über mögliche Umweltfolgen ebenso wie die Meinungen von Anwohnern. Auch die Kosten des Projekts sind bereits geschätzt. Die Probebohrungen werden vom Haller Kreisblatt mit 50.000 € beziffert, während das Notwasserwerk „eher zwei Millionen € kosten“ würde. Es ist schade, dass interessierte Bürger in Steinhagen derzeit nur die Tageszeitungen lesen können, um wenigstens indirekte Informationen zu bekommen.

Notwasserwerk – Pläne nebulös

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